Googles Mobile First Index: Diese Tipps solltest du beachten

Mobile First: Google Analytics

Ich muss etwas ausholen um zu erklären, warum für dich der Mobile First Index von Google künftig wichtig wird. Vor 23 Jahren brachte IBM mit dem IBM Simon den Urahn heutiger Smartphones auf den Markt. Damit konnte man Telefonieren, E-Mails und Faxe versenden, einen Kalender und ein Adressbuch verwalten sowie Spiele spielen. Sogar ein Touchscreen zählte zur Ausstattung.

Original Apple iPhone 2007

Mit dem Apple iPhone begann die mobile Internetrevolution

Den Siegeszug heutiger Smartphones brachte erst Apple viele Jahre später mit der Veröffentlichung des iPhone im Jahr 2007 ins Rollen. Heute, zehn Jahre später, ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken. Für viele von uns ist es morgens das Erste was sie sehen und abends das Letzte. War für die heute erwachsenen Generationen der Personalcomputer der ersten Kontakt ins World Wide Web, so ist für jüngere Menschen mittlerweile das Smartphone der Einstieg ins Internet.

Das Netz wird überwiegend mobil konsumiert. Vorbei sind die Zeiten, als abends zuhause noch ein vor sich hin quäkender Rechner hochgefahren werden musste, um sich dann mit dem Internet zu verbinden. Heute reicht meistens ein Swipe auf einem Screen – that’s it. Durchschnittlich 2 von 3 Zugriffen auf einer Webseite erfolgt in Deutschland über ein mobiles Gerät. Bei den 14- bis 29-Jährigen sogar 9 von 10.

Mobil nicht optimierte Webseiten werden um Ranking bestraft

Seit April 2015 straft der Suchgigant Google Webseiten ab, deren Nutzung mobil nicht optimal möglich ist. Ist keine mobile Version der Webseite vorhanden oder ein mobil optimiertes Layout, wird das als negativer Faktor im Google-Ranking bewertet. Als Suchergebnis rutscht damit meine Webseite damit runter und die Chance, dass der Suchende auf meiner Homepage landet, verringert sich. Selbstredend seit hier gesagt, dass es noch eine Vielzahl weiterer Faktoren das Suchergebnis beeinflussen. Letztlich geht in der Google-Suche aber immer um Relevanz. Als mobiler User sind für mich mobil optimal gestaltete Webseiten relevant.

Programmierung Webseite

Die Optimierung für mobile Endgeräte beginnt schon beim Programmieren der Webseite

Nun geht die Google-Suchmaschine, die alleine in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 90 Prozent hat, mit dem Mobile-First-Index den nächsten Schritt. Mit dem neuen Index wird Google künftig zusätzlich die mobile Variante einer Webseite heranziehen, um die Relevanz für User zu bewerten. Reichte es bisher, die Desktop-Version für die Google-Suche zu optimieren, muss nun auch die mobile Variante berücksichtigt und optimiert werden.

Diese Tipps sind für dich als Webmaster wichtig

  • Die mobile Version sollte die gleichen wichtige Inhalte (Text, Bilder mit ALT-Attributen und Videos) enthalten wie die für den Desktop.
  • In beiden Versionen sollten strukturierte Daten zur Verfügung stehen.
  • Auch die Metadaten müssen auf beiden Versionen vorhanden sein.
  • Deine Verlinkungen zwischen den beiden Versionen können bestehen bleiben. Du solltest dabei die Attribute rel=canonical und rel=alternate verwenden.
  • Getrennt einsetzen solltest du hreflang-Links.
  • Stelle sicher, dass der Server genügend Kapazitäten für das zusätzliche Crawling hat.

Du möchtest feststellen, ob du Handlungsbedarf hast oder deine Webseite startklar für die mobile Nutzung ist? Google bietet dir dazu ein eigenes Werkzeug an wie du das herausfinden kannst. Mit diesem Tool kannst du das testen.

Google-Tool zum Optimieren für den Mobile First Index

Google bietet dir ein Tool um zu testen, ob deine Webseite optimiert ist für mobile Endgeräte

Vereinzelt hat Google den Mobile-First-Index übrigens schon eingeführt. Einen kompletten Rollout gibt es aber bislang nicht, dieser steht noch bevor. Da aber Google im Webmaster Blog bereits Tipps für Seitenbetreiber veröffentlicht hat, ist davon auszugehen, dass es bald soweit ist und die Umstellung ausgerollt wird.

Responsive Webseiten sind startklar für den Mobile First Index

Response Webseiten haben dieses Problem übrigens nicht. Diese werden schon von Anfang an so gebaut, dass ihre Darstellung für jede Bildschirmgröße optimiert ist. So können Inhalte auf einem stationären Rechner mit großer Bildschirmfläche genauso gut betrachtet werden wie auf einem Smartphone oder Tablet.